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Folge/Begleiterkrankungen des Diabetes

Diabetes mellitus ist eine Erkrankung, die viele Gefahren birgt. Es gibt eine Vielzahl von Schäden und Funktionsstörungen im Fahrwasser der Zuckerkrankheit, welchen oft zu wenig Beachtung geschenkt wird.

Begleiterkrankung
Die Wichtigsten
Begleiterkrankungen

Der entgleiste Blutzuckerhaushalt wirkt sich an den unterschiedlichsten Strukturen im menschlichen Körper aus; vor allem sind kleinste Gefäße und Nerven betroffen, die in Summe Organsysteme und Körperfunktionen stören und zerstören können.


Welche Begleiterkrankungen sind häufig oder typisch? Welche sind selten? Welche gibt es überhaupt?

 

  1. Ein prominentes und leider häufiges Leiden der DiabetikerInnen ist die Niereninsuffizienz, welche sich in einer Reduktion der Nierenleistung äußert. Die Niere filtert Schad- und Abfallstoffe aus dem Blut - funktionieren beide Nieren nicht, muss das Blut künstlich mittels Dialyse gereinigt werden.

  2. Beschädigung der Blutgefäße in der Netzhaut: Äußerst feine Blutgefäße werden durch den Blutzucker beschädigt. Es kommt zu Einblutungen, Ablagerungen von Proteinen und Fetten in der Netzhaut. Studien belegen, dass 85% der Diabetiker, die 25 Jahre oder länger erkrankt sind, Schäden der Augen erleiden. Die Sehkraft der Erkrankten ist häufig eingeschränkt.

  3. Erhöhung des Bluthochdrucks: Ein zu hoher Blutdruck, insbesondere in Verbindung mit Übergewicht und Bewegungsmangel stellen zentrale Risikofaktoren für koronare Herzkrankheiten sowie Arteriosklerose dar. Herzinfarkt kann die Folge sein. Durch Übergewicht werden außerdem Gallensteine und eine gestörte Atmung während des Schlafs verursacht.

  4. Das Diabetische Fußsyndrom (DFS): v.a. bei Typ-2-Diabetikern beobachtet, verursacht fast 70% aller Amputationen in Mitteleuropa. Vermindertes Schmerzempfinden an den Beinen und drastisch reduzierte Wundheilung durch Gefäß- und Nervenschäden führen zu Verletzungen unter normalerweise harmlosen Umständen. Tiefgehende Geschwüre und Infektionen mit resistenten Keimen sind häufig die Folge.

  5. Folgen eines gestörten Immunsystems bei Typ-1-Diabetikern: Gutartige Gewebeveränderungen in der Brust (diabetische Mastopathie) in Form von Knoten und Verwachsungen, Schilddrüsenunterfunktion durch eine Autoimmunreaktion (so genannte Hashimoto-Thyreoiditis) sind exemplarische Folgen eines entarteten Immunsystems.

  6. Nervenschädigung, allerorts: Beschädigte Nervenbahnen sind eine typische Veränderung nach langjähriger unbehandelter Diabetes-Erkrankung. Nervenschäden (Neuropathie) können sich im gesamten Körper entwickeln; Erkrankungen wie Blaseninkontinenz (unbeabsichtigtes Wasserlassen), paralysierender (gelähmter) Magen, u.v.m. sind mögliche Folgen.


Weitere häufige Begleiterkrankungen:

  • Parodontitis: Zucker im Blut schädigt die Gewebe, die die Zähne tragen. Dadurch kommt es zu dreimal mehr Infektionen als bei Nicht-Diabetikern.

  • Zöliakie: (Gluten-Intoleranz)

  • Erektionsstörungen: Eine Konsequenz der geschädigten Blutgefäße im Penis. Obwohl gut behandelbar, wird es oft aus (unangebrachtem) Schamgefühl dem behandelnden Mediziner verschwiegen. Diverse Organisationen schätzen, dass bis zu 50% der männlichen Diabetiker im Laufe der Erkrankung an Erektionsstörungen leiden.

  • Osteoporose: Da Insulin mitverantwortlich ist für den Aufbau von Knochengewebe, nimmt  die Knochendichte bei Typ-1-Diabetikern ab, wenn kein körpereigenes Insulin bereitgestellt wird. Durch die erhöhte Kalziumausscheidung im Urin (Kalzium ist wichtig für den Knochenaufbau) wird dieser Effekt verstärkt. Häufige, schmerzhafte Knochenbrüche sind die Konsequenz.

 

 

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

Was hat Schuppenflechte mit Diabetes zu tun?

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Mukoviszidose – zäher Schleim in Lunge und Bauchspeicheldrüse

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Blutfett - tödlicher Überschuss

23.9.2012 - Typ 2 Diabetiker haben aufgrund ihres entgleisten Zuckerstoffwechsels bereits mit einem höheren Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems zu kämpfen. Zuckerkranke sterben häufig an durch Blutgerinnsel in den Gefäßen ausgelösten Komplikationen in Form eines Herzinfarktes oder eines Schlaganfalles. Vor allem der Typ 2 Diabetiker hat als Folge von häufig vorhandener Fehlernährung und Übergewicht auch ein entsprechend erhöhtes Risiko für Fettstoffwechselstörungen, welche das Risiko für derartige Erkrankungen noch weiter steigert. Ein Teufelskreis.

Diabetes und die Psyche

Diabetes mellitus ist eine große Herausforderung. Kaum eine andere Krankheit fordert so viel Disziplin und Durchhaltevermögen bei der Selbstbehandlung wie die Zuckerkrankheit. Da ist es nicht verwunderlich, dass die psychische Belastung für Diabetiker besonders hoch ist.

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