Diabetes im Kopf- Diabetische Hirnschäden

An Platz drei der häufigsten Todesursachen in Österreich steht der Schlaganfall. Bei Diabetikern sind solche Hirninfarkte und Hirnblutungen die Konsequenz von schlecht eingestelltem, zu spät oder gar nicht bemerktem Diabetes- fast 20% aller Schlaganfälle betrifft Diabetiker.

Neben Nieren, Augen, Herz und Füße- schädigt ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus auch das wohl wichtigste Organ - das Gehirn! Der Mechanismus dahinter ist gleich wie bei allen anderen Organschäden - zerebrale Mikroangiopathien, also Schäden an den Blutgefäßen im Gehirn, verursachen eine Mangelversorgung des Gehirns mit Blut und dessen lebenswichtigen Inhaltsstoffen.

Wie kommt es dazu?

Die Ursachen sind Verengungen oder Verschlüsse jener Blutgefäße, die das Gehirn versorgen. Dies kann durch Arteriosklerose, also Kalk- oder Cholesterinablagerungen an den Gefäßwänden passieren. Die Folgen: wichtige Arterien verengen sich, zuwenig Blut gelangt in das Gehirn.

Neben Verengungen und Verschlüssen lauert noch eine weitere Gefahr - Blutgerinnsel. Durch die oben erwähnten Gefäßschäden können Blutgerinnsel entstehen (z.B. in herznahen Gefäßen), sich loslösen und zum Gehirn geschwemmt werden. Verstopfen Sie dort wichtige Versorgungswege kommt es zu Ausfällen der Hirnfunktion der betroffenen Regionen. 

Grundsätzlich kann jeder Mensch einen Schlaganfall erleiden. Risikofaktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck, Tabak- und Alkoholkonsum, Stress, Depressionen und Diabetes erhöhen jedoch die Wahrscheinlichkeit. Deshalb erleiden Typ-2-Diabetiker häufiger Schlaganfälle als Typ-1-Diabetiker- sie vereinen meistens mehrere der genannten Risikofaktoren.

Wie erkenne ich einen Schlaganfall?

Symptome für einen Schlaganfall gibt es viele - laut ÖGN (Österreichische Gesellschaft für Neurologie) gehören dazu:

  • Sehstörungen: Ein Auge verliert einen Teil- oder das gesamte Sehvermögen.
  • Sprachstörungen: Die Sprache des Betroffenen wirkt verwaschen und undeutlich. Auch das Sprachverständnis kann beeinträchtigt sein.
  • Halbseitige Schwäche/Lähmung: Einzelne Körperteile (Arme, Beine, Gesicht) oder die ganze Körperhälfte können betroffen sein.
  • Halbseitige Gefühlsstörungen

Im Gegensatz zu anderen Erkrankungen kann man das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden dramatisch reduzieren, wenn man über genug Selbstdisziplin verfügt.

Die Risikofaktoren reduziert man durch:

  • Regelmäßig Bewegung
  • Bewusste Ernährung
  • Verzicht auf Nikotin/Alkohol
  • Ausgeglichener Lebensstil (Stress vermeiden)
  • Gute Blutzuckereinstellung

-JK

 

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

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