Ist das Immunsystem schwach, werden Pilze stark

Pilzinfektionen sind bei Menschen mit gesundem Immunsystem in der Regel selten. Sie treten hingegen oft dann auf, wenn das Immunsystem schwächelt - aus welchen Gründen auch immer.

Pilze lieben Zucker

Nicht nur, dass ein hoher Blutzuckerspiegel das Immunsystem schwächt, für Pilze steht Zucker auch noch direkt auf der Speisekarte. Pilze benötigen Zuckerbausteine um zu wachsen, ein erhöhter Blutzuckerspiegel liefert somit die ideale Nahrungsgrundlage für Pilze um zu gedeihen. Ist der Zucker im Blut erhöht, steigt folglich auch der Zuckergehalt im Gewebe und an den Schleimhäuten, was den dort verharrenden Pilzen zugutekommt.

Ist die Umgebung auch noch warm und feucht, stellt dies die idealen Umgebungsbedingungen für Pilze dar.

Der Scheidenpilz ist die häufigste Erkrankung unter den Pilzinfektionen. Erreger ist hier meist der Hefepilz Candida albicans. Pilze besiedeln in geringem Ausmaß zwar die Scheidenschleimhaut jeder Frau, kommt es aber zu einem Ungleichgewicht in der Scheidenflora zwischen den schützenden Laktobazillen und anderen Erregern, bereitet dies den Weg für eine Infektion. Die Laktobazillen produzieren Milchsäure und halten somit den pH-Wert niedrig, was andere Keime unterdrückt. Steigt der pH-Wert allerdings an, signalisiert dies den Verlust des Säureschutzmantels und kann Anzeichen für eine beginnende Infektion sein. Auch bröckeliger, weißer Ausfluss und brennen im Genitalbereich sind Anzeichen einer Pilzinfektion.

Bei Männern mit Diabetes kann es zu Entzündungen der Vorhaut und Eichel kommen. Dies ist allerdings seltener als der Infekt bei Frauen.

Tritt eine Pilzinfektion auf, kann diese in der Regel relativ rasch mit Scheidenzäpfchen und Cremes behandelt werden, welche in der Apotheke rezeptfrei erhältlich sind. Häufig wiederkehrende Pilzinfektionen können unter anderem ein Zeichen für einen schlecht eingestellten Blutzucker sein. In diesem Fall ist es unbedingt notwendig mit dem behandelnden Arzt die medikamentöse Einstellung des Blutzuckers zu verbessern. Ausreichend Entspannung und gesunde Ernährung können ebenfalls positiv wirken. Viel Stress hingegen schwächt das Immunsystem.

BJ

 

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

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