Wenn der Bauch mal wieder drückt

06.08.2012 - Diabetes hat viele Gesichter. Die Erkrankung kann im Verlauf unzählige Begleiterkrankungen und Beschwerden hervorrufen. Viele davon erlauben nicht sofort den Schluss auf die Zuckerkrankheit als Ursache für die Beschwerden, Magen-Darm Probleme gehören mit dazu.

Wer kennt es nicht, das unangenehme Ziehen und Drücken um den Bauchnabel. Gastrointestinale Beschwerden – die Liste der möglichen Symptomatik ist lang – Völlegefühl, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Blähungen, Durchfall oder Störungen des Stuhlgangs im Allgemeinen. Das Thema ist tabuisiert, wer redet schon gerne über das große Geschäft. Selbst dem Arzt gegenüber werden solche Symptome zu oft verschwiegen.

Ursachensuche – oft langwierig

Ab und zu treten solche Symptome bei den meisten von uns schon mal auf. Meist nicht weiter schlimm, da wie bei kaum einem anderen Organ auch die psychische Belastung eine enorme Rolle für das Auftreten von Magen-Darm-Beschwerden spielt.

Bestehen die Beschwerden allerdings über einen längeren Zeitraum oder treten schwere Symptome wie Schluckstörungen oder Sodbrennen auf, sollte man unbedingt eine ausführliche Abklärung der Beschwerden bei einem Gastroenterologen durchführen lassen. Mögliche Ursachen reichen von funktionellen Darmstörungen – also durch Stress bedingte Beschwerden – über Lebensmittelunverträglichkeiten bis hin zu einem Magengeschwür und noch weiter. Eventuell ist aber auch ein bestehender Diabetes dafür verantwortlich.

Diabetiker leiden öfter unter Magen-Darm Beschwerden

Tatsache ist, dass Diabetiker häufiger unter solchen Symptomen leiden als Gesunde. Grund dafür ist häufig eine autonome Neuropathie. Dabei handelt es sich um eine Schädigung jener Nerven, welche die Magen-Darm-Funktion regeln. Unser Darm ist nämlich ein komplexes Organ und auf eine genaue Steuerung angewiesen. Kommt es zur Schädigung dieses Steuerungssystems können verschiedenste Symptome wie die oben beschriebenen auftreten.

Die Beschwerden lindern allerdings nicht nur die Lebensqualität, sondern können auch dazu beitragen, dass sich der Blutzucker schlechter einstellen lässt. Handelt es sich tatsächlich um eine Magen-Darm-Störung bedingt durch eine autonome Neuropathie, ist genau dies die Therapie: Möglichst gut eingestellte Blutzuckerwerte!

BJ

 

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich

 

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