Diabetes geht einem an die Nieren

Diabetes schädigt langfristig unsere Organe - das Gehirn, das Herz, die Augen- aber auch die Nieren. Dabei spielen die Nieren eine sehr wichtige Rolle für unseren Körper! Sie entgiften und regeln den Blutdruck, kontrollieren den Wasserhaushalt und produzieren Hormone.

 

 

 

Wie die Nieren Harn produzieren, ist schnell erklärt: Unser Blut durchströmt die Nieren und wird dabei gefiltert. Dies passiert in so genannten "Nierenkörperchen". Sehr viele Stoffe werden aus dem Blut entfernt und für die Ausscheidung über den Harn bereit gestellt. Da jedoch manche Stoffe, die ebenfalls abgefiltert wurden, vom Körper noch gebraucht werden, werden diese selektiv in den Blutkreislauf rückresorbiert und nur die "schlechten" Stoffe ausgeschieden.

Diabetiker leiden häufig unter den Folgen der Nierenstörung. Durch Mikroangiopathie, also durch die Schädigungen und Zerstörungen von winzig kleinen Blutgefäßen, können die Nierenkörperchen Ihre Filterfunktion nicht aufrecht erhalten. Die Folge ist eine schrittweise "Vergiftung" des Körpers durch schädliche Stoffe.

Um dem vorzubeugen, gibt es mittlerweile einfache Untersuchungsmethoden, die eine beginnende Nierenschädigung anzeigen. Dabei wird der so genannte "Albumingehalt" im Morgenurin gemessen. Fällt dieser immer wieder positiv bzw. besonders hoch aus, ist dies bereits ein Anzeichen für eine Nierenschädigung. Werden Erkrankte nicht rasch behandelt, ist die Folge der komplette Ausfall der Niere(n).

Ein Mensch ohne funktionsfähigen Nieren, muss sich lebenslang einer Dialyse unterziehen (= künstliche Reinigung des Blutes).

Wird das Problem früh erkannt, können weitere Schäden vermieden und bis zu einem gewissen Grad bestehende Schäden ausgeheilt werden. Wichtig dabei ist eine umfassende Therapie, um alle Risikofaktoren für Nierenschäden auszuräumen: An erster Stelle steht dabei die Einstellung des Blutzuckers, an weiterer die Blutdrucknormalisierung (falls Bluthochdruck diagnostiziert wurde) und eine spezielle Diät. Außerdem sollten Übergewicht und Bewegungsmangel als Risikofaktoren eliminiert, Tabak- und Alkoholkonsum eingeschränkt werden.

 

-JK

 

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

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