Das Frozen-shoulder-Syndrom

6.9.2012 - Hinter dem englischen Ausdruck "frozen shoulder", zu Deutsch "eingefrorene Schulter", steckt eine weitere Folge- & Begleiterkrankung des Diabetes: die so genannte adhäsive Capsulitis. Dabei handelt es sich um eine beträchtliche, schmerzhafte Bewegungseinschränkung des Schultergelenks.

 

 

Die Diagnose der "gefrorenen Schulter" wird bei etwa jedem 20. Menschen gestellt- bei Diabetikern ist das Risiko allerdings mindestens viermal so hoch. Auch andere Krankheiten wie Schilddrüsenerkrankungen oder Morbus Parkinson erhöhen die Gefahr. Festgestellt wird frozen shoulder durch ein Ausschlussverfahren- handelt es sich nicht um einen altersbedingten Gelenkverschleiß, Rheuma, Gicht oder dergleichen, stellen Mediziner üblicherweise die Diagnose gefrorene Schulter.

Dabei ist anzumerken, dass im Normalfall nicht beide Schultern gleichzeitig versteifen, bei jedem dritten Erkrankten sind allerdings nacheinander beide Schultergelenke betroffen.

 

Mediziner beschreiben drei Phasen im Krankheitsverlauf der gefrorenen Schulter:

In Phase 1 bemerken Patienten Schmerzen bei Bewegungen im Schultergelenk, und es fühlt sich steif an. Die Schmerzen nehmen in der Nacht zu, und verschlimmern sich insgesamt für zwei bis neun Monate.

In Phase 2 nehmen die Schmerzen wieder etwas ab, aber die Bewegungseinschränkung nimmt zu- dies dauert etwa vier Monate, bis hin zu einem Jahr.

In Phase 3 bessert sich sowohl Schmerz als auch Beweglichkeit, und die Symptome verschwinden für gewöhnlich innerhalb von 3 Jahren. Die betroffene Schulter entwickelt in überwiegender Mehrheit keine Versteifung mehr.

 

Vermieden und therapiert werden kann eine gefrorene Schulter vor allem durch rechtzeitigen Beginn einer Physiotherapie. Dabei werden wichtige Muskelpartien gestärkt, und die Beweglichkeit der Schulter verbessert. Außerdem können entzündungshemmende Medikamente häufig ebenfalls einen positiven Effekt haben. In Extremfällen gibt es operative, chirurgische Möglichkeiten der Behandlung, die jedoch verhältnismäßig selten Anwendung finden.

-JK

 

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

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