Sex & Diabetes – Männer

Wenn der Mann nicht kann – Diabetes als Hürde in der Partnerschaft

Als wäre die Zuckerkrankheit nicht schon Belastung genug - auch an der Beziehung kann die Krankheit sägen, wenn es mit dem Liebesspiel nicht mehr so recht klappen will.



Studien legen die Annahme nahe, dass bis zu 50% aller männlichen Diabetiker an sexuellen Funktionsstörungen leiden.

Diabetes ist, neben den "üblichen Verdächtigen" wie Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel die wohl häufigste Ursache für "erektile Dysfunktion", also die Unfähigkeit zur Erektion.
Einer Erektion liegen sehr fein verschaltete und abgestimmte Abläufe im Körper zugrunde. Ein Geflecht aus Nerven und Blutgefäße sind für eine erfolgreiche Versteifung des Glieds verantwortlich. Diese Gefäße und die Nerven werden durch den erhöhten Zuckerspiegel im Blut in Mitleidenschaft gezogen! Wie im ganzen Körper wird unter anderem die Dehnbarkeit der Arterien vermindert- weniger Blut fließt in die Schwellkörper des Penis, die Erektion bleibt aus.

Eine Nervenschädigung kann Ursache für den Verlust von Sensibilität im Penis sein. Der Samenerguss setzt aus und die Lust, also das sexuelle Verlangen an sich ist häufig reduziert.

Langjähriger Diabetes kann außerdem zu einer Vorhautverengung führen (einer so genannten Phimose). Ursache sind häufige (unbemerkte) Infekte der Vorhaut. Dieses Einschränkung kann im Normalfall mit einem einfachen operativen Eingriff behoben werden.

Neben diesen rein körperlichen Hindernissen steht vielen Diabetikern die Psyche zusätzlich im Weg. Denn die psychische Belastung kann enorm sein- Angst vor Verlust des Partners und Versagensängste im Bett, die Aufgabe des eigenen Lebensstils und Verlust einiger persönlicher Freiheiten führen häufig zu seelischem Stress und Depressionen!
Wird dieser Stress mit Psychopharmaka behandelt, stellen sich gelegentlich ebenfalls Potenzprobleme ein (Erektionsprobleme als Nebenwirkung).

Viele Patienten schämen sich, Probleme beim Sex mit einem Arzt zu besprechen, dabei könnte ihnen meistens sehr gut geholfen werden- die Palette an Möglichkeiten ist breit gefächert.
Möglichkeiten wären, neben der Einstellung des Blutzuckers, erektionsauslösende Injektionen, Medikamente in Tablettenform, Vakuum-Penispumpen, u.v.m...

Versagen sämtliche Versuche des behandelnden Arztes, gibt es auch einen operative und psychotherapeutische Wege die helfen können.

In jedem Fall gilt: Lassen Sie sich ärztlich untersuchen & behandeln, denn von Selbsthilfe (z.B. vom Kauf potenzsteigernder Mitteln über Internet-Apotheken) ist entschieden abzuraten!


 

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

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