Was Hänschen nicht lernt,....

13.11.2012 – Besonders für die Kleinsten unter uns stellt eine ausgewogene Ernährung die Weichen für ein gesundes Leben. Der erlernte Lebensstil und damit auch die Ernährungsweise spielen eine entscheidende Rolle für die  Gesundheit des ganzen Lebens.

 

Warum ist es für die meisten Diabetiker so schwierig ihre Ernährung umzustellen und damit ganz ohne Medikamente ihre Krankheit noch einmal in den Griff zu bekommen? Oft lautet die traurige  Antwort: Weil sie es nie anders gelernt haben. Das Problem beginnt also bereits in jungen Jahren. Laut Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung schneidet Österreich beim ungesunden Lebenswandel unter Jugendlichen besonders schlecht ab. Je nach Studie wiegen bereits 17 Prozent der Mädchen und sogar jeder fünfte Bube zu viel. Der Grundstein für eine kranke Zukunft also.

Dabei muss gute Ernährung nicht kompliziert sein. Als Anhaltspunkt dient die Ernährungspyramide. Für Kinder gilt diese genauso wie für Erwachsene.

Die Basis stellt eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme dar. Eineinhalb bis zwei Liter sollten es pro Tag sein – Flüssigkeit in Nahrungsmitteln mitgerechnet. Doch Vorsicht, hier lauert der erste Fehler, den man begehen kann. Gezuckerte Getränke, sei es selbstgemachter Tee, dem man zwei Löffel Zucker beimischt, oder Softdrinks, die man den Kleinen mal so in die Schule mitgibt. Durch derartige Zuckerbomben nimmt man leicht eine sehr große Menge reinen Zuckers zu sich. Dieser hat so gut wie keinen Nährwert, belastet aber unseren Körper! In diesem Sinne sind gezuckerte Getränke zur Spitze der Pyramide zu zählen und sollten demnach nur selten konsumiert werden. Wichtig ist, dass man den Kindern Süßes nicht verbietet, sondern ihnen einen verantwortungsvollen Genuss dieser Lebensmittel beibringt.

Die zweite Stufe stellen Gemüse und Obst dar. Davon sollte reichlich gegessen werden, liefern diese Lebensmittel doch wichtige Mikronährstoffe, welche für die Funktion unseres Körpers wichtig sind. Oft reicht es schon Obst interessant zu präsentieren, um die Neugierde der Kinder zu wecken. Früchte kann man beispielsweise in Stücke schneiden und auf einem Teller mundgerecht anrichten. Kinder sollten niemals dazu gezwungen werden, etwas zu essen. Oft reicht es selbst ein Stück frisches Obst zu genießen, Kinder werden dadurch neugierig und wollen auch ein Stück probieren.

Bei Gebäck sollte auf die Vollwertigkeit des Korns geachtet werden. Weißgebäck wird nur aus dem Mehlkörper des Korns hergestellt. Die Schale, welche wichtige Mikronährstoffe enthält, wird im Herstellungsprozess entfernt. Bei sogenannten Mehrkornweckerln muss man vorsichtig sein. Meistens handelt es sich um aus Weißmehl gebackene Brötchen, denen Farbstoffe und ein paar Körner zugemischt werden. Nur bei Vollkorn sind die wesentlichen Nährstoffe noch im Teig enthalten. Auch die vermeintlich gesunden Frühstücksflocken enthalten zum Großteil einfache Kohlenhydrate und viel Zucker. Um hier etwas Licht ins Dunkel zu bringen, entlarvt Foodwatch.de Konsumententäuschung der Lebensmittelindustrie. Fisch und Fleisch sind wichtige Eiweißlieferanten. Hier sollte man vorwiegend fettarme Fisch- und Fleischsorten wählen. Ein großes Augenmerk sollte man hier auch auf die Zubereitungsmethode legen. Wer ein mageres Stück Fleisch oder Fisch im Fett schwimmend in der Pfanne brät, wird sich und seinen Kindern auf Dauer nichts Gutes tun.

Süßes? Ja, es sollte auf jeden Fall im Speiseplan vorkommen, aber als Genussmittel. Süßes oder sehr Fettes ist auf keinen Fall für eine dauerhafte Ernährung geeignet und macht uns dick und krank. Mögliche Fallen lauern hier beispielsweise bei Diätprodukten, wie Joghurts. Diese haben zwar einen enorm geringen Fettanteil von nur noch 0,1 Prozent, sieht man jedoch genauer auf die Nährwerttabelle, wird man schnell merken, dass oft mehr als 10 Prozent Zucker beigesetzt ist. Hier beißt sich der Hund in den Schwanz. Wer denkt sich damit gesund zu ernähren, der irrt und wird dabei auch noch dick. Wer ab und zu bewusst einen süßen Joghurt als Dessert genießt, macht bestimmt nichts falsch.

BJ

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

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