Erbsen, Bohnen und Co. senken den Langzeitzucker

06.12.2012 - Lebensmittel, die viele Kohlenhydrate mit niedrigem Glykämischen Index enthalten, werden längst bei Diabetes mellitus empfohlen. Das so mache Vertreter dieser Gruppe auch noch andere „Anti-Diabetes“ Effekte haben konnte nun eine Studie zeigen.

 

TORONTO - Erbsen, Bohnen und Linsen enthalten viele Kohlenhydrate mit besonders niedrigem Glykämischen Index und hohem Fasergehalt. Sie werden also langsam verdaut und steigern den Blutzuckerspiegel somit nicht schlagartig. Eine aktuelle Studie hat eine solche Diät unter 121 Typ-2-Diabetikern untersucht und entdeckte einen verblüffenden, positiven Nebeneffekt dieser Ernährung. Die Hälfte der Probanden, die täglich eine Tasse Hülsenfrüchte aß, hatte nach drei Monaten einen um 0,5 Prozent verbesserten HbA1c-Wert. Die zweite Gruppe sollte lediglich auf den Verzehr von Vollkornprodukten achten, bekam aber keine genaueren Vorschriften.

Ein noch größerer Effekt konnte jedoch auf den Blutdruck festgestellt werden. Die Hülsenfrüchte-Gruppe konnte ihren systolischen Blutdruck im Schnitt um 4,5 mmHG gegenüber der Vollkorn-Gruppe senken. Dieser scheinbar kleine Unterschied führt zu einer errechneten Reduktion des 10-Jahresrisikos für eine Herz-Kreislauferkrankung von 10,7 auf 9,5 Prozent.

Laut Studienautor David Jenkins haben beide Studiengruppen ihr Ziel erreicht. Durch die bewusste Ernährung reduzierten beide Gruppen ihre Kalorienzufuhr, sie aßen weniger Fett, dafür umso mehr Proteine.

Die Hülsenfrüchte-Diät ist eine bereits etablierte Ernährungstherapie des Typ-2-Diabetes. Jedenfalls sollte immer auf die persönlichen Bedürfnisse und Präferenzen Rücksicht genommen werden, um mit einer Ernährungsumstellung erfolgreich zu sein.

 

Originalarbeit

 

BJ

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