Rund ums Fett – Quantität und Qualität

04.04.2013 - Fett ist immer wieder ein heiß diskutiertes Thema im Zusammenhang mit Diabetes mellitus. Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselstörung, die in erster Linie den Kohlenhydrat-, aber auch den Fett- und Eiweißstoffwechsel betrifft. Sehr viele Diabetiker haben mit erhöhten Blutfettwerten (Cholesterin und Triglyceriden) und Übergewicht  zu kämpfen. Hierbei spielt sowohl die Fettmenge, als auch die Fettqualität eine maßgebliche Rolle.

 

 

Teil 1 –  Quantität 

 

In Teil 1 möchte ich Ihnen gerne einige Fakten zum Thema Fettmenge vorstellen:

Fett ist unser energiereichster Nährstoff, 1g reines Fett liefert unserem Körper ca. 9 kcal/38 kJ, Kohlenhydrate z.B. liefern weniger als die Hälfte an Energie. Daher sind sehr fettreiche Lebensmittel bereits in kleinen Mengen wahre Kalorienbomben.

 z.B. 1 El. Öl  90 kcal

1 Hotelpackung Butter150 kcal

 

Wieviel Fett benötigt ein erwachsener Mensch? 

Die benötigte Fettmenge liegt je nach Größe und Gewicht bei ca. 60-80g Fett pro Tag (entspricht ca. 30% des Tagesenergiebedarfes bei rund 2000 kcal). 

Bei bestehendem Übergewicht ist es sinnvoll diese Menge auf ca. 40-50g zu reduzieren. 

 

Um die Fettmenge leichter abschätzen zu können, ist es hilfreich die Fettmengen „aufzuteilen“:

  • Streichfett (Butter oder Margarine) – ca. 20g/Tag entspricht einer Hotelpackung Butter
  • Kochfett (idealerweise Öl) – ca. 20g/Tag, entspricht ca. 2 Esslöffel Öl
  • Verstecktes Fett (enthalten in Fleisch Wurst, Milchprodukten, Fertiggerichten,…) 20 – 30g/Tag . Das versteckte Fett ist am schwersten zu kontrollieren, da die Fettmenge nur schwer abzuschätzen ist.

 

Ein paar Beispiele für verstecktes Fett:

  • Chips (Packung mit 175g)              69g Fett
  • Soletti (100g)                             2,6g Fett
  • Extrawurst (50g)                          14g Fett
  • Pressschinken (50g)                       2g Fett
  • Bauchfleisch  (150g)                    32g Fett
  • Kotlett (150g)                            3,5g Fett
  • Joghurt 3,5% (250g)                  8,7g Fett
  • Joghurt 1% (250g)                     2,5g Fett
  • Emmentaler (50g)                     15,6g Fett 
  • Quargel (50g)                            0,5g Fett

 

Diese Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Vergleichen Sie einmal selbst mit Hilfe einer Nährwertabelle die unterschiedlichen Produkte oder auch die Nährwertwertangaben auf den Verpackungen. Sie werden erstaunliche Unterschiede feststellen. Es wird um vieles leichter eine fettarme Auswahl zu treffen!

 

Noch einige Tipps zum sparsamen Umgang mit Fett:

 

  • Schöpfen Sie bei Suppen und Saucen Fett von der Oberflläche ab, geht besonders einfach im erkalteten Zustand
  • Verwenden Sie zum Braten beschichtete Pfannen um beim Bratfett zusparen
  • Belegen Sie Ihre Brote nur mit einer dünnen Schicht Wurst oder Käse, ergänzen Sie eine kalte Jause immer mit Knabbergemüse (Gurken, Paprika,…)
  • Wählen Sie fettarme Zubereitungsarten wie Dünsten, Grillen, Garen in Folie, Dampfgaren oder auch den Römertopf
  • Bringen Sie Geschmack durch abwechslungsreiche Gewürze in Ihre Speisen
  • Um Schlagobers, Creme fraiche etc. zu vermeiden, pürieren Sie mitgekochtes Gemüse um Saucen und Suppen zu binden. Oder probieren Sie mageren Frischkäse!

Sabine Eibner

Wichtiger Hinweis:

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich

 

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