Rund ums Fett – Teil 2

09.04.2013 - Neben der Fettmenge, ist auch die Fettqualität ein sehr wichtiges Thema bei der Fettauswahl. Die verschiedenen Fette haben aufgrund ihres Aufbaues unterschiedliche Auswirkungen auf unseren Körper und somit auf unsere Gesundheit

 

 

 

Die Nahrungsfette enthalten unterschiedliche Arten von Fettsäuren: gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Während die gesättigten Fettsäuren für einen Anstieg der Blutfettwerte mitverantwortlich sein können, tragen die ungesättigen Fettsäuren zu einer Senkung der Blutfettwerte bei. 

 

Alle Fette, die in den Lebensmitteln vorkommen, enthalten eine Mischung von allen Fettsäurenarten, jedoch immer eine Fettsäurenart ist dominant, nach dieser wird dann auch das Lebensmittel/Fett hinsichtlich des gesundheitlichen Aspektes bewertet.

 

Welches Fett kommt wo vor?

Als sehr einfache Leitlinie kann man sich merken:

Gesättigte Fette kommen hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln vor,

die ungesättigten Fettsäuren hauptsächlich in pflanzlichen.

Die tierischen Fetten enthalten zudem auch noch Cholesterin.

ABER es gibt auch hier Ausnahmen:

In Kokos- oder auch Palmfett, sind hauptsächlich gesättigte Fettsäuren zu finden, und somit zählen diese pflanzlichen Fette auch zu den ungünstigen.

Hingegen im Fett von Fischen finden sich große Mengen an Omega-3-Fettsäuren, eine mehrfach ungesättigte Fettsäure, daher gehört Fischfett zu den empfehlenswerten Fetten.

 

Vom täglichem Fettbedarf (in Teil 1 beschrieben) sollten mindestens ein Drittel auf die einfach ungesättigten, maximal ein Drittel auf die mehrfach ungesättigten und weniger als ein Drittel auf die gesättigten Fettsäuren entfallen.

Welche Fettsäurenart ist in welchen Speisefetten überwiegend enthalten?

Einfache ungesättigte Fettsäuren: z.B. Raps- Oliven- und Erdnussöl

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: z.B. Sonnenblumen- Maiskeim,- Kürbiskernöl

Gesättigte Fettsäuren: z.B. Schmalz, Butter, Kokosfett

Eine genaue Übersicht finden sie hier!

 

Eine Ausnahmegruppe an Fettsäuren möchte ich noch vorstellen: Die Trans-Fettsäuren.

Sehr einfach erklärt sind Trans-Fettsäuren ungesättigte Fettsäuren mit den negativen Eigenschaften der gesättigten Fettsäuren

Ein geringer Anteil an Trans-Fettsäuren findet sich natürlich in Rind- und auch Lammfleisch, sowie in Milchprodukten. Zusätzlich entstehen Transfette bei industrieller Fetthärtung und sind somit in vielen Fertigprodukten enthalten. Auch zu häufig und zu stark erhitzte Frittierfette enthalten Trans-Fettsäuren 

Einige Tipps zur Verbesserung der Fettqualität im Alltag:

  •  Versuchen sie tierische Lebensmittel wie Fleisch und Wurst öfter durch vegetarische Hauptmalzeiten auszutauschen!
  • Verwenden Sie zum Kochen immer hochwertiges Pflanzenöl, z.B Rapsöl, Olivenöl, Sonnenblumenöl,..
  • Zum Marinieren von Salaten auch kaltgepresste, geschmackvolle Öle wie Kürbiskernöl, Nussöle, Leinöl, Distelöl verwenden
  • Eine kleine Portion Nüsse (z.B. 3-5 Stk. Walnüsse) täglich tragen auch zu einem guten Fettsäuremuster bei. 
  • Versuchen Sie die Fleisch- und Wurstportionen zu verkleinern, dafür die Gemüseportionen zu vergrößern.

Sabine Eibner

Wichtiger Hinweis:

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich

 

 

 

 

 

 

 

 

Teile diesen Artikel

Submit to Facebook Submit to Google Bookmarks Submit to Twitter

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Tags