Sind süße Wässerchen mit Schuld an Diabetes?

06.08.2012 - Viele Leute lieben süße Erfrischungsgetränke und trinken diese regelmäßig, oft sogar mehrmals täglich. In der Werbung werden diese häufig als wahre Energie - Wunderwasser angepriesen, jedoch zeigen neuere Studien die wahre Gefahr von diesem zu viel an „Energie“.

 

 

Softdrinks sind ein Verkaufsschlager. Kein Wunder – mit einem extrem hohen Zuckergehalt von bis zu 10 Teelöffeln pro Dose können sie abhängig machen, denn Zucker wirkt wie eine Art Droge - wir wollen immer mehr davon. Ein natürlicher Reflex unseres Gehirns nach kalorienreicher Nahrung zu suchen. Ein System, das in der hochindustrialisierten Zeit jedoch für Gesundheitsprobleme sorgt.

Eine Überdosis „Energie“ gefällig?

Eine aktuelle Studie der Harvard School of Public Health bestätigt, was viele schon befürchtet haben: Konsumiert man täglich mehr als einen Softdrink, steigt das Risiko einen Diabetes zu entwickeln auf fast das Doppelte. Die Studie untersucht die gesundheitliche Entwicklung von 90.000 Frauen über acht Jahre. Diejenigen, die angaben mehr als einen Softdrink oder auch Saft aus Fruchtsaftkonzentrat pro Tag zu trinken, hatten das nahezu doppelte Risiko an Diabetes zu erkranken.

Eine Berechnung der Universität von Kalifornien  unter der Leitung von Dr. Litsa Lambrakos geht sogar noch weiter. Softdrinks seien schuld an geschätzten 130.000 Diabetes-Fällen in den letzten 10 Jahren alleine in den USA. In weiterer Folge sei der hohe Softdrink-Konsum auch an der steigenden Zahl koronarer Herzkrankheiten beteiligt. 14.000 Herzkranke mehr, um genau zu sein.

 

Mehr bezahlen für ungesunde Lebensmittel?

Als mögliche Gegenmaßnahme wird eine Fast-Food-Steuer immer wieder diskutiert. Die Befürworter dieser zusätzlichen Abgabe für vermeintlich ungesunde Nahrungsmittel erhoffen sich dadurch einerseits den Konsum durch den höheren Preis drosseln zu können und andererseits die dadurch entstehenden, erhöhten Gesundheitsausgaben abfangen zu können.

Der UN-Sonderberichterstatter für Ernährung, Olivier de Schutter, hat in seinem diesjährigen Bericht über die Ernährungslage in Industriestaaten an den EU-Menschenrechtsrat unter anderem die Fast-Food-Steuer bereits auf einer langen Liste mit Gegenmaßnahmen vorgelegt.

Könnte eine erhöhte Steuer den Softdrink-Konsum tatsächlich senken, würde sich dies höchstwahrscheinlich enorm positiv auf die Gesundheit der Bevölkerung auswirken.

Dr. Lambrakos jedenfalls möchte mit ihrer Studie das Bewusstsein der Konsumenten wecken. Softdrinks sind nichts anderes als nährstofflose Kalorienbomben. Darüber hinaus enthalten sie eine Vielzahl weiterer bedenklicher Zutaten, wie beispielsweise Phosphorsäure, welche den Zahnschmelz angreift und weich macht, wodurch die Zähne empfänglicher für Karies sind.  

Prost!

 

BJ

 

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

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