Ernährung bei Diabetes

Leben mit Diabetes

Der Einfluss des Blutdrucks

6.9.2012 - Die Auswirkungen die der Blutdruck, also der Druck des Blutes in einem Blutgefäß, auf unseren Körper hat sind enorm. Sowohl ein zu hoher (Hypertonie) als ein zu niedriger (Hypotonie) sind für den Organismus schädlich. Vorrangige Bedrohung geht allerdings vor allem vom Bluthochdruck aus.

 

 

In Österreich leidet etwa jeder Vierte an Bluthochdruck, unter den Diabetikern sind es doppelt so viele- also jeder Zweite. Für Diabetiker ist das gravierend, da Bluthochdruck Gefäßverkalkungen fördert, Diabetes mellitus allerdings ebenfalls Blutgefäße schädigen kann. Die Folge sind Schlaganfälle und Hirnblutungen, Herzinfarkte, zerstörte Netzhäute in den Augen, Niereninsuffizienz und einige weitere Erkrankungen. Die Hälfte aller Todesfälle geht auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurück, die mit Bluthochdruck in Zusammenhang stehen.

Was ist schuld am Bluthochdruck (Hypertonie)?

Die Ursachen für Bluthochdruck sind vielfältig, und noch nicht in allen Facetten aufgeklärt. Neben einer genetischen Vorbelastung sind Ernährung, Körpergewicht, Bewegungsmangel und Hormone entscheidend für die Entwicklung von Hypertonie.

Wie zeigt sich Bluthochdruck?

Die Symptome sind meist sehr schwer erkennbar, da Beschwerden lange Zeit ausbleiben. Einige klassische Symptome sind Kopfschmerzen, Schwindel und vermehrtes Nasenbluten.

Was ist normal, was ist krank?

Der optimale Wert für den Blutdruck ist 120/80 (Hundertzwanzig zu Achtzig), bei Nicht-Diabetikern sind Werte bis 139/90 noch akzeptiert aber gelten bereits als erhöhter Blutdruck (alle Blutdruckgrenzen und deren Bedeutung finden Sie auf einer Abbildung der deutschen Hochdruckliga);
Diabetiker mit Blutdruckwerten von 140/80 zählen bereits als Hochrisikopatienten!

Was tun, wenn es soweit ist?

Gilt man als Risikopatient, wird eine Therapie zur Senkung des Blutdrucks dringend angeraten. Zentrale Maßnahmen sind vor allem die Reduktion des Gewichts und Erhöhung der körperlichen Aktivität durch Sport. Weitere Schritte sind Diäten zur Kalorienreduktion, und der Verzicht auf Koffein, Alkohol und Nikotin. Schlagen diese Mittel nicht ausreichend an, wird eine medikamentöse Therapie zusätzlich begonnen.

Auch eine Hypotonie, also ein zu niedriger Blutdruck, ist nicht gesund. Großangelegte Studien aus 2010 und 2011 belegen, dass ein zu niedriger Blutdruck die Blutversorgung des Herzens beeinträchtigt.

Diabetes und Blutdruckprobleme gehen Hand in Hand. Die oben bereits angesprochenen Gefäßschäden, die Schäden der Nieren, die Bedrohung durch Fettleibigkeit, Bewegungsmangel und genetische Komponenten sind nur einige Parallelen dieser zwei Erkrankungen.

 

-JK

 

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

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