Schädigt Unterzucker das Gehirn?

25.2.2014 – Unterzucker ist ein Probleme, mit dem so mancher Diabetiker öfters zu kämpfen hat. Besonders unangenehm kommt hinzu, dass es sich dabei um eine Nebenwirkung des Medikaments selbst handelt, mit dem Diabetiker ihre Krankheit behandeln. Ob sich häufiger Unterzucker auf das Gehirn auswirkt, können Sie im folgenden Artikel lesen.

 

Eine beginnende Unterzuckerung kann mit unterschiedlichen Symptomen einhergehen. Von Verwirrtheit über unangemessene Reaktionen bis zu aggressivem Verhalten reicht das Spektrum. Wenn diese Symptome nicht richtig gedeutet werden führt dies oft zu Spannungen im Umfeld oder sogar zu Beziehungsproblemen mit dem Partner.

Leichter Unterzucker eher harmlos

Neben diesen unangenehmen und lästigen Nebenwirkungen kann eine schwere Unterzuckerung aber auch ernsthafte Schäden anrichten. Ob eine häufige, aber leichte Unterzuckerung zu Schäden am Gehirn führen kann, wird hingegen sehr kontrovers diskutiert. Da der Blutzucker von Stoffwechselgesunden auch auf 50 bis 60 mg/dl Blutzucker absinken kann, scheint dies noch keine Gefahr für den Organismus darzustellen. Der Stoffwechsel von Gesunden würde dies sonst kaum tolerieren.

Schwerer Unterzucker schädigt Nervenzellen

Bleibende Schäden sind also aller Wahrscheinlichkeit nach nur bei schweren Unterzuckerungen möglich. Da Glukose für unser Gehirn der einzige Nährstoff ist, kommt es durch einen starken Glukosemangel zum Absterben vereinzelter Gehirnzellen. Glücklicherweise können wir einige Nervenzellen verschmerzen. Summiert sich der Effekt jedoch über Jahre oder sogar Jahrzehnte, kann es zu einem Nachlassen der Hirnleistung kommen.

Wie eine Studie unter Typ-2-Diabetikern zeigen konnte, leiden doppelt so viele Diabetiker an Demenz wenn sie schon einmal eine schwere Hypoglykämie erlebt hatten.

Obersten Ziel muss es daher sein, seinen Blutzucker möglichst präzise einzustellen.

 

BJ

 

Wichtiger Hinweis:

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich

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