Apotheken unterstützen Diabetikerberatung

22.1.2013 - In Oberösterreich hat man nun das schlummernde Potential der Apotheken für die Beratung und Vorsorge der Bevölkerung entdeckt. Seit Sommer 2012 arbeiten die Apotheken in einem Pilotprojekt zur Erkennung und Betreuung von Typ 2 Diabetikern mit.

 

Therapie AktivDiabetes im Griff„ heißt das Gesundheitsprogramm der Sozialversicherung, welches speziell für chronisch Kranke eine intensivere Betreuung,  als auch eine bessere Aufklärung über die Krankheit selbst verspricht. Das Programm wird mit Januar 2013 bereits in allen Bundesländern, mit Ausnahme von Tirol und Kärnten, angeboten. Aktuell nehmen österreichweit rund 34.000 Patienten und über 1.000 Ärzte an „Therapie Aktiv“ teil.

 

Grafik: www.sozialversicherung.at

Neu in Oberösterreich ist nun, dass auch Apotheken in das Betreuungssystem integriert werden. Um eine umfassendere Beratung zu ermöglichen war es im Plan vorgesehen, dass auch nichtärztliche Berufsgruppen miteinbezogen werden. Als ersten Schritt haben sich nun in Oberösterreich die Apotheker überlegt, wie sie sich sinnvoll einbringen können.

Im Rahmen dieses Projekts wollen sie nun folgende Aufgaben übernehmen:

  • Personen mit erhöhtem Risiko für Typ-2-Diabetes sollen durch einen Fragebogen erkannt und zur Abklärung zum Arzt weiterverwiesen werden. 
  • Bereits diagnostizierte Diabetiker sollen motiviert werden dem Programm „Therapie Aktiv“ beizutreten.
  • Sollte kein Arzt zur Verfügung stehen, der an „Therapie Aktiv“ teilnimmt, übernimmt die Apotheke in Zusammenarbeit mit dem betreuenden Arzt die Beratung nach einem strukturierten Apothekenbetreuungsplan.

Fortbildung ausgearbeitet

Damit sich die Apotheker auf dem neuesten Wissensstand bezüglich Diabetes befinden wurde ein zweitägiges Schulungsprogramm ausgearbeitet, mit dem die Pharmazeuten in der Lage sein sollen, Teile der Diabetikerbetreuung zu übernehmen. Ohne Zweifel sind Apotheker dafür qualifiziert und dieses Potential wurde bisher nicht genutzt.

Die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse ist jedenfalls schon jetzt von diesem Konzept überzeugt. Eine möglichst lückenlose Beratung soll den Menschen wirkungsvoll helfen.

Ein Jahr soll das Projekt nun laufen. Danach wird man entscheiden, ob es in den Regelbetrieb übergenommen wird.

BJ

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