Begleiterkrankungen

Neues aus der Forschung

Berufswahl für junge Diabetiker

21.2.2013 – Eine chronische Erkrankung wie Diabetes Typ 1 beeinflusst meist alle Bereiche des Lebens. Obwohl dies auch für die Berufswahl zutrifft, sind junge Diabetiker für fast alle Berufe genau so geeignet wie ihre nicht-zuckerkranken Kollegen.

 

Die Erkrankung, die noch vor 100 Jahren unweigerlich eine Lebensbedrohung dargestellt hat, kann heute dank moderner Therapien so gut behandelt werden, dass Typ 1 Diabetiker genauso leistungsfähig sind, wie ihre gesunden Kollegen. Die Grundlage dafür sollte bereits in der Schule  gelegt werden. Die Diabetestherapie sollte sich nach Möglichkeit an den Schulalltag anpassen, nicht umgekehrt. Auch die Anpassung an einen flexiblen Stundenplan sollte „geübt“ werden, um Erfahrung für das spätere Berufsleben zu sammeln.

Die gute Nachricht für die Berufsentscheidung vorweg: Diabetiker können mit einigen wenigen Ausnahmen fast jeden Beruf ausüben. Um die genauen Arbeitsbedingungen eines Berufs herauszufinden, lohnt es sich ein Berufspraktikum zu absolvieren. Ein gewisses Augenmerkt sollte auf die Frage gelegt werden, ob der Beruf mit eventuell später auftretenden Folgeerkrankungen des Diabetes ausgeübt werden kann.

Einschränkung bei Berufen mit Selbst- und Fremdgefährdung

Die einzigen Berufsgruppen, die nicht oder nur sehr eingeschränkt für Diabetiker geeignet sind, sind solche, bei denen eine mögliche Gefahr zu Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt. Dazu zählen Berufe im Bereich:

Personenbeförderung – Busfahrer, Lokführer oder gar Pilot sind für Diabetiker ungeeignet.

Arbeiten mit Absturzgefahr – Dachdecker, Bauarbeiter oder Kaminkehrer stellen aufgrund ihrer Absturzgefahr im Falle einer Hypoglykämie nicht geeignete Berufe dar.

Berufe mit Schusswaffenumgang – Polizei- oder Militärdienst ist für Diabetiker ebenfalls ungeeignet.

Bedienen von Industriemaschinen.

Alle anderen Berufsgruppen gelten als problemlos ausführbar für Diabetiker. Das mögliche Betätigungsfeld ist demnach riesig. Auch handwerkliche Berufe per se sind natürlich kein Widerspruch, solange kein Potential zur Selbstgefährdung besteht.

Da Diabetiker meist ein fundiertes Wissen bezüglich ihrer Erkrankung und den damit verbundenen Themen wie Ernährung und Medikation haben, können sie dies auch gezielt einsetzen, um einen Beruf im Gesundheitswesen zu ergreifen.

BJ

Wichtiger Hinweis:

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich

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