Therapien bei Diabetes

Ernährung bei Diabetes

Diabetes vorbeugen nach dem Diabetes

29.1.2013 - Der Schwangerschaftsdiabetes ist eine der häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft. Zwar bildet sich die Stoffwechselstörung unmittelbar nach der Geburt meist wieder zurück, jedoch bleibt ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines späteren Diabetes bestehen.

 

Eine Studie aus dem Jahr 2008 zeigte, dass jede fünfte Schwangere gefährdet ist einen Schwangerschaftsdiabetes zu erleiden. Tatsächlich nachweisen lässt sich ein sogenannter Gestationsdiabetes - wie Schwangerschaftsdiabetes in der Fachsprache genannt wird - schließlich bei etwa vier Prozent. Da die Auswirkungen einer solchen Stoffwechselstörung in der Schwangerschaft mit Risiken sowohl für das Kind als auch für die Mutter verbunden ist, ist der sogenannte orale Glukosetoleranztest seit 2010 im Mutter-Kind-Pass angeraten. Unter Beachtung neuer internationaler Diagnosekriterien sollte dieser in der 24. bis 28. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Besteht bereits in der Frühschwangerschaft der Verdacht eines Diabetes sollte dieser mittels einer HbA1c-Bestimmung ausgeschlossen werden.

Handelt es sich tatsächlich um einen Schwangerschaftsdiabetes ist dies für Mutter und Kind jedoch nicht nur während der Schwangerschaft mit Gesundheitsproblemen verbunden. Atemnotsyndrom, Anpassungsbeschwerden und Trinkschwäche treten bei betroffenen Babys häufiger auf. Durch eine rechtzeitige Diagnose und Therapie können diese Komplikationen deutlich vermindert werden. Die Eckpfeiler der Therapie sind Diät halten, körperliche Betätigung, regelmäßige Blutzuckerkontrolle und gegebenenfalls eine Insulintherapie.

Sehr wichtig sind auch regelmäßige Kontrollen von Mutter und Kind nach der Geburt. Nur so können weitere Stoffwechselverschlechterungen früh erkannt und mit geeigneten Maßnahmen behandelt werden. Das tatsächliche Risiko einer von Schwangerschaftsdiabetes betroffenen Mutter einschätzen zu können, ist nicht ganz so einfach. Ein höheres Alter, ein niedriger HDL-Wert, eine erhöhte Fetteinlagerung in der Leber und eine gestörte Glukosetoleranz bei der ersten Untersuchung nach der Schwangerschaft sind jedenfalls wichtige Risikofaktoren für eine spätere Diabetesentstehung.

Sind Risikofaktoren vorhanden, kann eine Lebensstiländerung das tatsächliche Ausbrechen eines Diabetes verhindern. Dazu ist es notwendig, eine möglichst gesunde Ernährung, Gewichtskontrolle und bei Bedarf eine Gewichtsreduktion, sowie regelmäßigen Sport in den Alltag zu integrieren. Mit diesen Maßnahmen kann das Risiko erneut an einem Diabetes zu erkranken um die Hälfte reduziert werden. Die besten Erfolgschancen für die notwendigen Lebensstiländerungen bestehen, wenn die oben genannten Maßnahmen in den Alltag der gesamten Familie integriert werden.

BJ

 

Wichtiger Hinweis:

 

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich

 

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