Falsche Blutzuckermesswerte verhindern

3.1.2013 - Wofür vor 100 Jahren noch ein großes Labor und ein Viertel Liter Blut notwendig waren, reicht heute ein Tropfen und ein kompaktes Gerät, das in jede Hosentasche passt. Trotz dieser modernen Technik kann es zu falschen Messergebnissen kommen. Wie Sie dies verhindern können, wollen wir hier kurz erklären.

 

Bei der Blutzuckerbestimmung gibt es drei Faktoren, welche zu falschen Ergebnissen führen können - das Blutzuckermessgerät selbst, die Teststreifen und der Benutzer.

Technik

Die moderne Technik in diesen Geräten arbeitet nicht unabhängig von äußeren Einflüssen. So kann unter anderem die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit für korrekte Messergebnisse eine Rolle spielen. Wichtig ist von dem Störpotential durch Umwelteinflüsse zu wissen und diese so weit als möglich auszuschalten. Schützen Sie ihr Testgerät und die Teststreifen möglichst vor hohen Temperaturschwankungen und besonders vor hoher Luftfeuchtigkeit. Im Badezimmer beispielsweise erreicht man schnell eine Luftfeuchtigkeit, welche die Teststreifen beschädigen kann. Auch im Urlaub können Testgerät oder Teststreifen zu hohen Temperaturen ausgesetzt werden.

Außerdem sollten Sie Ihr Blutzuckermessgerät regelmäßig reinigen und mit einer Kontrollflüssigkeit überprüfen. Einmal jährlich sollte eine Überprüfung ihres Geräts beim Fachmann durchgeführt werden. Die Einnahme von Vitamin-C-Tabletten oder Schmerzmitteln, wie Aspirin oder Metamizol, kann ebenfalls die Messwerte verfälschen.

Benutzung

Theoretisch weiß jeder, dass man sich vor der Messung die Hände waschen muss. Essensrückstände auf den Fingern, etwa Fruchtsäfte oder Marmelade, verfälschen besonders gerne den Messwert.  Aus verschiedensten Gründen wird dies aber manchmal nicht eingehalten. Es steht nicht immer fließendes Wasser zur Verfügung oder man steht vielleicht einfach unter Zeitdruck. Meint man es andererseits zu gut und benutzt alkoholhaltige Erfrischungstücher, können dadurch falsche Messergebnisse provoziert werden.

Eine Studie untersuchte die Messungenauigkeit in solchen Situationen und kam zu dem Ergebnis, das Händewaschen vor der Messung die genauesten Ergebnisse brachte. Wurde allerdings vorher nicht Händegewaschen, konnte mit dem Verwerfen des ersten Bluttropfens ein fast gleich gutes Ergebnis erzielt werden. Das Ausquetschen des Fingers und eine zu lange Pause zwischen Stich und Messung verfälschen das Messergebnis allerdings.

 

BJ

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