Schmerzfrei Insulin spritzen

25.12.2012 – Immer mehr Diabetiker müssen sich Insulin verabreichen. Für viele Betroffene stellt dies nicht nur zu Beginn der Behandlung immer wieder eine Überwindung dar. Wer richtig spritzt kann Schmerzen und Komplikationen vermeiden.

 

Viele Menschen haben Angst vor Nadeln. Sich dann auch noch selbst ständig stechen zu müssen stellt für viele Patienten ein Problem dar. Obwohl schon lange an nadelfreien Systemen geforscht wird scheinen diese in naher Zukunft noch immer nicht zur Verfügung zu stehen. Bis dahin kann man sich mit der richtigen Technik auf jeden Fall Schmerzen ersparen.

Die Injektionsstelle

Die besten Injektionsstellen sind der Bauch und die Außenseiten der Oberschenkel.  Der Arm sollte keinesfalls als Spritzstelle verwendet werden. Auch sollte nicht in Narben, Haarwurzeln oder Muttermale gestochen werden. Um den Bauchnabel empfiehlt es sich zirka zwei Zentimeter weit auszulassen. Die Desinfektion der Haut ist nicht zwingend notwendig, da sich die Einstichstelle sehr rasch wieder verschließt und das Insulin auch bakterientötende Konservierungsstoffe enthält. Wichtig ist jedoch auf jeden Fall das regelmäßige Wechseln der Einstichstelle. Injizieren Sie ständig in Ihre Lieblingsstelle kann es dort zu einer Veränderung des Fettgewebes kommen, welche zu einer unberechenbaren Aufnahme des Insulins führt. Hier können sogenannte Rotationssysteme mit täglichem Wechsel der Injektionsstelle empfohlen werden. Ein Beispiel hierfür wäre die „Zielscheibe“. Man stellt sich eine Zielscheibe auf dem Bauch vor und beginnt am Montag beispielsweise links oben. Am Morgen spritzt man nahe dem Bauchnabel und mittags und abends jeweils ein Stück weiter nach außen. Am Dienstag geht man zwei Zentimeter weiter im Uhrzeigersinn und fängt morgens wieder nahe beim Nabel an.

Die Spritztechnik

Das Insulin soll in das Unterhautfettgewebe gespritzt werden, da dort die optimale Resorptionsgeschwindigkeit gewährleistet ist. Rund 95 Prozent der insulinpflichtigen Diabetiker benutzen dafür einen Insulinpen. Der Stich erfolgt im 90-Grad-Winkel. Ein Hautfalte kann, muss aber nicht, gebildet werden. Nach der Injektion sollte die Kanüle noch einige Sekunden in der Haut bleiben, damit das Insulin nicht wieder durch die Einstichstelle herausfließt. Einstich durch Kleidungsstücke, oder das Massieren der Einstichstelle nach der Injektion sollten vermieden werden.

Die Nadel

Injektionsnadeln werden in verschiedenen Längen von ungefähr vier bis etwas mehr als 12 Millimeter angeboten. Die Gefahr bei der Injektion Schmerzen zu empfinden, oder gar Muskulatur zu treffen, ist bei Kanülen mit 4-, 5-, oder 6-Millimeter länge gering. Schlanke Kinder sollten allerdings eine Hautfalte bilden.

BJ

Wichtiger Hinweis:

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich

Teile diesen Artikel

Submit to Facebook Submit to Google Bookmarks Submit to Twitter

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Tags