Begleiterkrankungen

Neues aus der Forschung

Neu entdecktes Hormon verbrennt Fett zu Wärme

3.9.2012 - BOSTON-WIEN. Eine kleine Sensation ist dem Forscherteam um den Wissenschaftler Pontus Boström, tätig an der renommierten Harvard Medical School in Boston, Massachusetts, gelungen. Die Wissenschaftler untersuchten die molekularen Mechanismen des lange bekannten, positiven Effekts von körperlichem Training auf den Stoffwechsel -  und stießen dabei zufällig auf ein neues Hormon.

IRISIN

Benannt nach der Götterbotin Iris, einer Gottheit der griechischen Mythologie, übermittelt dieses neu entdeckte Hormon ein Signal von Muskelzellen an das subkutane Fettgewebe und regt dieses dazu an, aus der gespeicherten Energie Wärme  zu erzeugen. Die Fähigkeit aus Fett direkt Wärme zu erzeugen ist  alleine dem braunen Fettgewebe vorenthalten. Braunes Fettgewebe kommt beim erwachsenen Menschen leider nicht mehr oder nur zu einem verschwindend geringen Anteil vor. Nur Säuglinge haben noch einen ausreichend hohen Anteil dieses wärmenden Fettpolsters, was lebenswichtig für die Aufrechterhaltung ihrer Körpertemperatur ist.

Die Entdeckung: Irisin stimuliert einen molekularen Schaltweg in weißen Fettzellen, welcher ein Programm aktiviert, das die Entwicklung zu braunem Fettgewebe initiiert. Dieser Mechanismus wird durch regelmäßiges körperliches Training aktiviert. Die Folge ist eine Verbesserung des Glukosestoffwechsels und eine Reduktion des Übergewichts.

Wurden die ersten Versuche noch in Mäusen durchgeführt, konnte anschließend gezeigt werden, dass die entdeckten Mechanismen auch im menschlichen Organismus vorhanden sind. Irisin könnte in Zukunft als neue therapeutische Möglichkeit für Menschen mit metabolischem Syndrom und anderen Erkrankungen, die durch Training behandelt werden können, eingesetzt werden.

Originalartikel in Nature

BJ

Teile diesen Artikel

Submit to Facebook Submit to Google Bookmarks Submit to Twitter

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Tags