Kaffee beugt Diabetes vor

28.3.2013 – Kaffee ist eines jener Genussmittel, um die es viele Gerüchte gibt. Für die einen gesunder Wachmacher, für die anderen entwässerndes Suchtmittel. Wo die Wahrheit liegt und ob sich Kaffee auf den Blutzucker auswirkt, wollten wir genauer wissen.

 

Wie die meisten Naturprodukte enthält auch Kaffee eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, deren Zusammensetzung beträchtlich schwanken kann. Alleine 800 verschiedene Aromastoffe sind im Kaffee enthalten, von denen ungefähr 100 noch immer nicht chemisch aufgeklärt sind. Aus diesem Grund gelingt es auch bis heute noch nicht, Kaffee-Aroma künstlich herzustellen.

Die vordergründig aktive Substanz des beliebten Wachmachers ist Koffein. Die primäre Wirkung dieses Purin-Alkaloids ist eine milde Stimulation auf das Zentrale Nervensystem, von dem aus dann viele Körperfunktionen beeinflusst werden. Weitere wichtige Inhaltsstoffe des Kaffees sind Antioxidantien. Diese fangen sogenannte freie Radikale - Molekülfragmente, die besonders gerne mit anderen Molekülen reagieren und dabei Schaden in den Zellen anrichten können - ein.

Kaffee und Diabetes

Der Einfluss von Koffein auf die Entstehung eines Diabetes wurde bereits in mehreren Studien untersucht. Obwohl darunter auch widersprüchliche Ergebnisse auftauchen, weisen neuere Studien doch darauf hin, dass regelmäßiger Kaffeekonsum das Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken reduzieren kann.

Eine aktuelle Studie der Ernährungsforscher Anna Flögel und Heiner Boeing vom Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke unterstreicht diese Ergebnisse ebenfalls. Die 2012 im „American Journal of Clinical Nutrition“ publizierte Arbeit kam zu dem Schluss, dass Kaffee die Wahrscheinlichkeit verringert an Diabetes Typ-2 zu erkranken.

Um zu diesem Ergebnis zu kommen untersuchte man die Daten von mehr als 42.000 Erwachsenen über einen Zeitraum von neuen Jahren. In dem Untersuchungszeitraum erkrankten 1432 Studienteilnehmer an Diabetes. Die statistische Auswertung dieser Daten mit den Ernährungs- und Lebensgewohnheiten ergab eindeutig, dass Menschen mit hohem Kaffeekosum – dies entspricht mehr als vier Tassen pro Tag – ein deutlich verringertes Risiko hatten an Diabetes zu erkranken.

Keine Auswirkung auf Herz-Kreislaufsystem

Außerdem konnte kein Zusammenhang zwischen hohem Kaffeekonsum und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen festgestellt werden.

Für all jene, die gerne Kaffee trinken und diesen gut vertragen bedeutet dies, dass sie bei ihrem Kaffeekonsum bleiben können. Andererseits muss sich niemand der nicht gerne Kaffee trinkt dazu genötigt fühlen nun damit zu beginnen, betont die Studienautorin in einem Interview.

BJ

Wichtiger Hinweis:

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich

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