Immer weniger Nierenschäden durch Diabetes

6.6.2013 – Trotz der steigenden Zahl von Diabetikern in Österreich gibt es eine erfreuliche Nachricht: Dank erfolgreicher Therapie werden immer weniger Diabetiker dialysepflichtig.

 Univ.-Prof. Dr. Anton Luger  © Moritz Wustinger

Etwa 600.000 Personen sind in Österreich aktuell von Diabetes betroffen und die Anzahl der Erkrankung ist weiter im Steigen. Als ein besonders gefürchteter Folgeschaden der Zuckerkrankheit gilt die Nierenschädigung. Eine erfreuliche Nachricht geht nun allerdings aus einer Auswertung der Daten des Österreichischen Dialyse- und Transplantationsregister hervor. In diesem seit fast 50 Jahren existierendem Register sind alle Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz erfasst. Die terminale Niereninsuffizienz ist das Endstadium eines Nierenschadens, in dem eine Dialyse notwendig wird.

Weniger schwere Nierenschäden

Bis 2006 betrug der Anteil der Diabetiker an allen im Register erfassten Patienten noch 33 Prozent.  Seit damals sinkt die Zahl erheblich und betrug 2011 nur noch 27 Prozent. Der weitaus größte Teil entfällt übrigens mit 24 Prozent auf Typ 2 Diabetiker, Typ 1 Diabetiker machen lediglich 3 Prozent aus, erklärt Univ.-Prof. Dr. Anton Luger, Leiter der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel an der Medizinischen Universität Wien.


Anteil von DiabetikerInnen an neuen PatientInnen mit Nierenersatztherapie © Prof. Anton Luger

 

Erfolg neuer Therapien

Die sinkende Anzahl dialysepflichtiger Diabetiker ist vermutlich auf den Erfolg neuer Diabetestherapien zurückzuführen. Neuere Medikamente und optimierte Stoffwechseleinstellung von Zucker, Blutfetten und Blutdruck in Kombination mit einer nachhaltigen Lebensstilmodifikation wirken sich deutlich positiv auf die Prognose aus.

Bessere Lebensqualität, niedrigere Kosten

Der größte Vorteil einer konsequenten Therapie der Zuckerkrankheit liegt für den Patienten mit Sicherheit in der Erhaltung oder sogar einer Verbesserung der Lebensqualität. Ganz nebenbei werden auch enorme Kosten, die für eine notwendige Dialyse anfallen würden, gespart.

BJ

Wichtiger Hinweis:

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich

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