Wie teuer ist Diabetes?

19.9.2013 – Medizinische Versorgung ist teuer. Vor allem in den letzten Jahren hat man sich besonders um Kostenoptimierung im Gesundheitssystem bemüht. Eine Studiengruppe wollte nun herausfinden, wie hoch die Kosten für einen Typ 2 Diabetes während eines ganzen Diabetikerlebens eigentlich sind.

Bis auf Medienberichte über die hohen und immer weiter steigenden Kosten des Gesundheitssystems wissen die wenigsten Menschen über die Summen bescheid, die durch verschiedene medizinische Behandlungen entstehen. Besonders chronische Krankheiten verursachen oft viel Leid und Einschränkungen für die Patienten und sehr hohe Kosten für das Gesundheitssystem.

Hohe Kosten für Diabetestherapie

Eine kürzlich im „American Journal of Preventive Medicine“ veröffentlichte Studie versuchte die Kosten zu kalkulieren, die durch Typ 2 Diabetes während eines ganzen Lebens verursacht werden. Der berechnete Betrag fiel überraschend aus und auch der Kostenunterschied zwischen Männern und Frauen war höher als erwartet. Um die Kosten für ein Leben mit Diabetes zu berechnen, erschufen die Wissenschaftler ein Model, welches Ausgaben für die Behandlung als auch für das Management von Folgeerkrankungen beinhalten würde. Somit konnten die Forscher des amerikanischen „Center for Disease Control – CDC“ den wahren Kosten viel näher kommen, als mit den direkten Behandlungskosten des Typ 2 Diabetes allein.

Das Ergebnis: Im Durchschnitt benötigt ein Typ 2 Diabetiker Therapien im Wert von 85.000 Dollar. Dies entspricht ungefähr 64.000 Euro. Verständlicherweise beeinflusst das Diagnosealter die Therapiekosten maßgeblich. Wird ein Mann zwischen 25 und 44 Jahren mit Diabetes diagnostiziert, werden die zukünftig nötigen Therapien 124.000 Dollar kosten. Für Frauen gleichen alters sind die Ausgaben sogar noch höher. 130.000 Dollar würden in diesem Fall laut Studie anfallen.

Steigende Therapiekosten

In den USA wurden alleine im Jahr 2012 176 Milliarden für die Behandlung von Diabetes ausgegeben. Die Kosten dafür sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Die gute Nachricht, die Ausgaben für die Therapie von Folgeerkrankungen sinkt seit zehn Jahren kontinuierlich. Dieser Trend ist vermutlich auf die bessere Blutzuckereinstellung zurückzuführen.

BJ

 

Wichtiger Hinweis:

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich

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