Moderne Technik unterstützt Therapie und verbessert Lebensqualität

Moderne Geräte sind aus der Diabetestherapie heutzutage kaum noch wegzudenken. Blutzuckermessgeräte, Stechhilfen, Insulinpumpen, Insulinpens, aber auch elektronische Diabetestagebücher können die Lebensqualität eines Diabetikers drastisch verbessern und die Therapie unterstützen...

Mit Blutzuckermessgeräten können Diabetiker ihren Blutzucker selbst messen und damit die Therapie gezielt steuern um Spätkomplikationen an den Gefäßen, Nieren, Augen und Füßen vorzubeugen. Obwohl solche Geräte heutzutage sehr modern sind und rasch analysieren muss man sich immer noch stechen um an die Blutzuckerwerte zu kommen. Das könnte sich vielleicht bald ändern!

In Zukunft nie mehr Pieksen?

Gleich zwei Verfahren sind momentan in Entwicklung, welche das schmerzhafte Stechen für die Blutzuckerbestimmung in naher Zukunft ersetzen könnten -

Träne oder Speichel

Wissenschaftler von der Brown Universität, Providence, USA, ist es gelungen einen Biochip zu konstruieren, der Zuckerbestimmung über den Speichel möglich macht. Ob dieses System in Zukunft das lästige Pieksen unnötig machen wird, müssen weitere Tests zeigen.
Ein weiteres vielversprechendes Verfahren zur Blutzuckerbestimmung haben Forscher der John Hopkins Universität, Baltimore, USA, in Entwicklung. Sie wollen es möglich machen den Blutzucker aus einer Träne zu bestimmen. Auch diese Testmethode verspricht eine enorme Verbesserung der Lebensqualität von Diabetikern.

CGM – Kontinuierliches Glucosemonitoring

Die zur kontinuierlichen Blutzuckermessung geeigneten Geräte, welche in der Regel aus einem Sensor, einem Sender und einem Empfänger bestehen, bestimmen rund um die Uhr den Glukosewert in der Gewebeflüssigkeit des Unterhautfettgewebes. Damit können wesentlich umfassendere Erkenntnisse über den gesamten Blutzuckerverlauf gewonnen werden als dies mit der Blutzucker-Selbstmessung möglich ist. Ein weiterer Vorteil der Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung: Sie zeigen Tendenzen des Blutzuckerverlaufs an und geben bei stark fallenden oder steigenden Glukosewerten Warnsignale ab. Die kontinuierliche Glukosemessung kann die Blutzuckerselbstmessung allerdings nicht ersetzen und muss mindestens einmal in 12 Stunden mit dem Wert einer Blutzuckermessung kalibriert werden. Die Kosten für das Gerät werden in der Regel nicht von den Kassen erstattet.

Stechhilfen/Blutentnahmegeräte

Um die für die Blutzuckerbestimmung notwendige Blutentnahme zu erleichtern wurden sogenannte Stechhilfen entwickelt. Dabei handelt es sich um Geräte, welche eine sehr dünn geschliffene Kanüle - Lanzette genannt - durch Federkraft in die Haut injizieren. Der Stich ist durch das sehr rasche Vorschnellen der Lanzette schmerzarm.

Insulinpens

Der Insulinpen ist ein Injektionswerkzeug, welches optisch eher einem Kugelschreiber ähnelt als einer Spritze. Somit ist die Insulingabe, vor allem in der Öffentlichkeit, diskreter möglich als mit einer Spritze. Grundsätzlich gibt es Einmalpens und Pens mit austauschbarer Ampulle. Am üblichsten sind Pens mit austauschbarer Ampulle. Für Patienten mit Angst vor Nadeln gibt es auch halbautomatische Pens, welche das Insulin automatisch injizieren sobald man sie gegen die Haut drückt. Nadelfreie Pens, die das Insulin mit Druck in das Gewebe schießen, konnten sich allerdings nicht durchsetzen. Die Injektionsnadeln für moderne Insulin-Pens sind ohnehin so dünn, dass sie kaum noch zu spüren sind.

Insulinpumpen

Seit Anfang der 80iger Jahre kann Insulin statt mit der Spritze auch mit einer Insulinpumpe verabreicht werden. Im Vordergrund steht diese Therapie eher für Typ 1 Diabetiker. Die Therapie ähnelt vom Prinzip der intensivierten Insulintherapie. Die Geräte geben den Insulin-Grundbedarf, Basis genannt, ähnlich der Bauchspeicheldrüse über den Tag verteilt ab. Zum Essen verabreicht sich der Träger über einen Knopf zusätzliches Insulin – den Bolus. Die Insulinpumpe kann die Bauchspeicheldrüse allerdings noch nicht ersetzen, da sie die Insulingabe nie selbst bestimmt.
Sogenannte „Closed Loop Systeme“ – Pumpen die den Blutzucker selbstständig messen und den Insulinbedarf berechnen – befinden sich bereits in der Entwicklung.

Weiterlesen:

http://www.medknowledge.de/abstract/med/med2011/06-2011-35-insulinpumpe.htm

BJ

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